Was ist eine Paprika und was eine Pfefferoni ...

Die Paprika wurde 

Kultiviert: Seit dem 17. Jahrhundert in Europa

Herkunft: Mittelamerika

Familie: Nachtschattengewächse

Verwandtschaft: Paradeiser, Melanzani


Reich an  Kalium, Phosphor, Magnesium, Provitamin A, Vitamine C und E, B-Vitamine, Ballaststoffe, Alkaloid Capsaicin. Pfefferoni: Provitamin A, Vitamin C, Flavonoide, Alkaloid Capsaicin

Appetit und Verdauung anregen, harntreibend wirken, laut Volksheilkunde Schleimhäute in Mund, Magen und Darm günstig beeinflussen.

Pfefferoni: Sekretion der Verdauungssäfte fördern.

Wissenswertes:

Den Gewürzpaprika nennt man auch Spanischen Pfeffer – da ihn die Spanier als Erste aus den Tropen Amerikas nach Europa brachten – und unterscheidet ihn damit vom echten Pfeffer, der aus Asien stammt. Beim Gemüsepaprika dienen die frischen Früchte, die reichlich Vitamin C enthalten, als Nahrungsmittel, sowohl roh als auch gekocht, gedünstet oder auf andere Arten zubereitet. Es gibt zahlreiche Sorten in den unterschiedlichsten Formen und Größen, die rot, grün oder gelb gefärbt sein können. Der Gewürzpaprika liefert dagegen Früchte, die sehr scharf schmecken und vorwiegend getrocknet und zermahlen als Gewürz dienen. Die Schärfe verursacht ein Alkaloid, Capsaicin genannt, das dem Gemüsepaprika weitgehend fehlt. Durch langjährige Züchtung entstanden verschiedene Sorten mit unterschiedlich hohem Gehalt an Capsaicin. In Ungarn, einem der Hauptanbaugebiete in Europa, unterscheidet man daher z. B. den milden Edelsüß-Paprika vom scharfen Rosenpaprika. Einen noch deutlich höheren Gehalt an Capsaicin haben die nur bis etwa drei Zentimeter großen, roten Früchte des Cayennepfeffers, einer nahe verwandten Art, die auch unter dem Namen Chili bekannt ist. Sie wird vorwiegend in verschiedenen scharfen Saucen sowie für scharf schmeckende Gerichte verwendet und ist außerdem Bestandteil des Currypulvers. Dieses Gewürz wird in vielen warmen Ländern weltweit angebaut und ist je nach Sorte und Zubereitung unter verschiedenen Namen wie Peperoni, Tabasco® oder Sambal bekannt

Paprika wird in zahlreichen Ländern kultiviert, u.a. in Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Israel und in vielen afrikanischen, asiatischen, mittel- und südamerikanischen Ländern. Auch in Deutschland ist Paprika heute, nicht zuletzt durch unsere Neubürger, ein fester Bestandteil des Gemüsesortiments. Paprika gibt es das ganze Jahr über, Saisonspitzen sind vom Sommer bis zum Spätherbst mit Lieferungen vor allem aus Spanien, Italien und den Niederlanden. Paprika wächst an einem 30-100 cm hoch werdenden Busch. Die Früchte, "Paprikaschoten", gibt es in vielen Formen, Farben und Größen. Die runden oder blockförmigen bis länglich schmal und spitz zulaufenden Schoten erreichen Faustgröße und bis 250 g Gewicht. Die glatte, glänzende Haut kann rot, gelb, grün, aber auch orange, weiß, violett und schwarz sein. Im Inneren befinden sich Fruchtkammern und Kerne. Paprika schmeckt knackigfrisch und mild-würzig.

Die Unterscheidung in Gemüse- und Gewürzpaprika (Peperoni, Spanischer Pfeffer) beruht auf dem Geschmack bzw. dem Gehalt des Alkaloids Capsaicin, das im letzteren ungleich mehr vorhanden ist. Gewürzpaprika bildet meist spitz zulaufende Schoten von bis zu 15 cm Länge. Das Fruchtfleisch ist fester und dickhäutiger, scharf bis sehr scharf (je nach Capsaicin-Gehalt) und würzig. Besonders feurig sind die kleinen Chillischoten. Ein weiterer Paprika-Typ neben Gemüse- und Gewürzpaprika ist der vor hundert Jahren in Ungarn gezüchtete-Tomatenpaprika, den man für eine Kreuzung zwischen Gemüsepaprika und Tomate halten könnte. Die Fruchtwände des Tomatenpaprikas sind fleischig und saftig. Die Frucht ist geschmacklich schärfer als Gemüsepaprika, dafür aber weitaus süßlicher.

Inhaltsstoffe des Paprikas sind Kohlenhydrate, Eiweiß, die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Phosphor sowie Provitamin A und die Vitamine B1 und B2. Besonders erwähnt werden müssen Capsaicin, Vitamin P und Vitamin C.

Das Alkaloid Capsaicin, das sich in den Scheidewänden im Inneren der Frucht befindet, ist für die Schärfe des Paprikas verantwortlich. Vitamin P ist eigens nach dem Paprika benannt; dieses Vitamin reguliert die Durchlässigkeit der kapillaren Blutgefäße, es steuert den Blutdruck, regt den Blutkreislauf an und beugt deren Störungen vor. Von allen bei uns gehandelten Frischgemüsen hat Paprika den höchsten Gehalt an Vitamin C. In dieser Hinsicht übertrifft er sogar jede Obstart. Kein Wunder, dass dem Paprika also auch gewisse Heilkräfte zugesprochen werden. Paprika isst man roh, als Salat, geschmort oder gekocht, für sich oder zusammen mit anderen Gemsen als Warmgemüse, Eintopf oder als Sauergemüse. Sehr beliebt sind Paprikaschoten mit Fleischfüllungen.
 

 

Foto:1/ Stihl024/ 2/ Siggibau/pixelio

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