Das hocharomatische Bohnenkraut, auch Kölle oder Pfefferkraut genannt, war eines der schärfsten Aromen , ehe andere Gewürze Europa erreichten. Das Sommerbohnenkraut ist im östlichen Mittelmeerraum und im Kaukasus heimisch, das Winterbohnenkraut in Südeuropa, der Türkei und Nordafrika.
Sommerbohnenkraut:
Einjährig mit schlankem, aufrechtem Wuchs hat sehr zarte, weiche graugrüne Blättchen und weiße oder zartlila Blüten.
Winterbohnenkraut:
Winterharter Kleinstrauch, er trägt steife, glänzend dunkelgrüne Blätter und lavendelfarbene oder weiße Blüten.
Kultiviert: Seit der Antike
Herkunft: Schwarzmeerregion
Familie: Lippenblütler
Verwandtschaft: Rosmarin, Salbei, Thymian, Zitronenmelisse, Oregano, Pfefferminze, Majoran, Basilikum
Reich an Ätherischen Ölen: Carvacrol, Linalool, Thymol; Gerbstoffe, Verdauung fördern, bei Blähungen Abhilfe verschaffen und Appetit anregen.
Geschmack und Verwendung in der Küche:
Bohnenkraut schmeckt kräftig würzig, herzhaft pfeffrig und etwas brennend. Der Geschmack ist angenehm pikant, leicht harzig und erinnert an Thymian, Minze und Majoran. Es eignet sich gut für alle Gerichte mit grünen und gelben Bohnen, Salz - und Essiggurken, Fisch, Gurken- und Kartoffelsalat, Kohl und Hülsenfrüchte (verbessert deren Verträglichkeit), in Kräuteressigen und -ölen, für Gemüsepfannen. Wie der Name schon sagt, wird Bohnenkraut gerne zu Bohnen gegeben: Sommerbohnenkraut vor allem an Busch-, Stangen- und Dicke Bohnen, beide Arten an Weiße Bohnen und andere Hülsenfrüchte. Das Kraut passt auch gut zu Kohl, Wurzelgemüse und Zwiebeln, denn es milder ihre starken Gerüche.
Oft gibt man Sommerbohnenkraut in das Bouqets garnis zu Lamm-, Schweinefleich- und Wildgerichten. Es eignet sich aber auch für Fettreichen Fisch wie Aal oder Makrele. Fein gehackt kann man Bohnenkraut in Salate geben, vor allem an Kartoffel-, Bohnen-, oder Linsensalat.
Winterbohnenkraut wir rund um das Mittelmeer sehr häufig verwendet. Man gibt fein gehackte Blätter in Suppen, Fisch - Eintöpfe, zu Pizzen, Kaninchen- oder Lammgerichten.
Wirkungsweise:
fördert die Bildungvon Magensaft, blähungstreibend, antiseptisch, auswurffördernd
Wissenswertes:
Bohnenkraut soll im 9. Jahrhundert von Benediktiner- Mönchen über die Alpen gebracht worden sein.