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Nichts anbrennen lassen - Tipps für gesundes Grillvergnügen

5.08.2008 - 15.47 Uhr

Was wäre der Sommer ohne Grillfeste? Ein Großteil der Deutschen erliegt an lauen Abenden dem kulinarischen Angebot der Grillmeister. „So sehr einem beim Gedanken an Bratwurst oder Steak das Wasser im Mund zusammenläuft, beim Grillen lauern auch Gesundheitsgefahren“, sagt Dipl.-Med. Michael Tesch von der BKK·VBU.

Tropfen beispielsweise Fleischsaft oder Fett in die Glut, entstehen polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die als krebserregend gelten. Deshalb bietet es sich an, das Grillgut in Aluminiumschalen zu garen und verbrannte Stellen großzügig abzuschneiden. „Gepökelte Fleischarten eigenen sich generell nicht zum Grillen, denn bei starker Hitze kann das Nitrit aus dem Salz mit speziellen Eiweißstoffen, den Aminen, aus dem Fleisch reagieren“, warnt Michael Tesch. „Es entstehen so genannte Nitrosamine. Diese sind in höherer Dosis krebserregend.“ Auch geräucherte Lebensmittel sind zumeist gepökelt und für gesundes Grillen nicht geeignet.

Bekömmlicher als fettgeäderte Koteletts und Würstchen sind magere Fleischsorten wie Pute, Huhn, Lamm oder Lendenstücke von Schwein und Rind. Eine Marinade aus Olivenöl und Gewürzen sorgt dafür, dass das Fleisch saftig bleibt.
Zudem lässt sich Fisch sehr gut grillen, entweder im Ganzen (z.B. Forellen) oder als Filets. Für Abwechslung auf dem Grill sorgen ebenso Garnelen, kleine Ziegenkäse und Obst sowie mediterrane Gemüsesorten. Zucchini, Paprika, Tomaten oder Auberginen sind gesund, fettarm und schmecken auch gefüllt sehr lecker.

„Achten Sie auch darauf, dass Fleisch und Salate, Mayonnaisen und Eierspeisen nicht zu lange in der Sonne stehen. Durch die erhöhte Temperatur können sich Bakterien in den Produkten ansiedeln, die zu einer Lebensmittelvergiftung oder infektiösen Durchfallerkrankung führen können“, rät der BKK·VBU-Experte.

Darum der Tipp für die Grillmeister: Achten Sie schon beim Einkauf des Grillgutes auf Ihre Gesundheit und haben Sie auch Mut zur Abwechslung – greifen Sie beispielsweise ab und zu zum Gemüse statt zum Würstchen. Grillen Sie lieber etwas langsamer bei nur mäßiger Hitze, das ist gesünder und fördert den Geschmack.

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