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„Fief in de Koek“ Spitzenköche kochen im Kulm-Eck

23.01.2008 - 14.28 Uhr

Ihr Name ist Programm – die „Fief in de Koek“ sind fünf Freunde, allesamt Spitzenköche und sie haben sich auf die Fahnen geschrieben, die pommersche Küche mit sowohl regionalen als auch internationalen Produkten aufzupeppen. Am Dienstagabend trafen sie sich im Heringsdorfer Restaurant Kulm-Eck, um ihr kulinarisches Netzwerk weiterzuspinnen. 

Gastgeber Brian Seifert gehört seit drei Jahren zum Quintett, das vor etwas mehr als zehn Jahren auf dem Darß seine Geburtsstunde hatte. Damals kamen die „Fief in de Koek“ allesamt von der Halbinsel. Einzig verbliebenes Gründungsmitglied ist Michael Jahnke vom Hotel Waldschlösschen in Prerow. „Köche sind nun mal ein Wandervolk“, sagt er fast entschuldigend. Andererseits konnte „das Urgestein“ so erst richtig über den Tellerrand hinaus schauen und die Löffel entlang der Ostsee ausstrecken. Mit Brian Seifert vom Heringsdorfer Kulm-Eck, dem Michelin-Stern-Koch Ronny Siewert vom Chezann in Warnemünde, Axel Diembeck vom Gutshaus Kubbelkow auf Rügen und Frank Börgert vom Hotel Speicher Barth hat Jahnke nun vier exzellente Köche gefunden, die „Fief in de Koek“ wieder vollständig machen.

 

Die fünf kamen aber nicht alleine auf der Insel Usedom zusammen. Denn zu ihrer Philosophie zählt nicht nur, dass sie sich für eine regionale, zeitgemäße Küche einsetzen, sondern auch, dass sie befreundete Köche und dieses Mal auch befreundete Gourmets und Weinfachleute zu ihren Treffen einladen. So war auch der „Fief in de Koek“-Mitbegründer Ralf Hiener mit von der Partie, der heute die erfolgreiche Wildkräuter-Gärtnerei „Essbare Landschaften“ in Boltenhagen leitet. Die fünf Köche hatten sich aber vor allem zwei gastronomische Netzwerker aus der Nähe von Baden-Baden eingeladen, Martina und Joachim Buchholz von „City and more – Individuelle LebensArt“. Die beiden kamen aber auch nicht alleine, sondern hatten gleich noch drei Winzer vom Kaiserstuhl, aus der Südpfalz und von der Nahe sowie eine Edelbrand-Herstellerin aus Nordbaden in ihrem Schlepptau. Das zwanglose Verkosten erlesener Weine unter fachkundiger Beratung wurde durch gekochte Kleinigkeiten der fünf Küchenchefs zu einer runden Sache. Viel Aufmerksamkeit erregten aber auch die biologischen Olivenöle und der Bio-Amaro, die Joe Buchholz mit nach Usedom gebracht hatte. 

Nicht von ungefähr wurden eifrig Visitenkarten ausgetauscht, so dass es gegen Ende der Mini-Gourmet-Messe in den Räumen des Kulm-Ecks viele zufriedene Gesichter gab. Der Abend gefiel auch Michael Jahnke, schließlich will er die „Fief in de Koek“ zu einem Qualitätsbegriff machen und das gesponnene Netzwerk „auf ganz Meck-Pomm“ ausweiten.

 

Quelle: Insel Usedom, von dpuehler

 

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