RHEINSBERG - In Oranienburg kochten gestern Schüler um die Wette. Das Team der Heinrich-Rau-Schule aus Rheinsberg holte den zweiten Platz.
Es dampft, spritzt, brutzelt und zischt in der Küche der Oranienburger Torhorstschule. Die 14-jährige Sylvia schnippelt, formt, zerteilt und rührt im Akkord. Denn die Zeit sitzt der Heinrich-Rau-Schülerin aus Rheinsberg im Nacken.
Zusammen mit ihren Teammitgliedern Cäcile Martiny, Paul Schmudlach und Patrick Reichert trat sie gestern im Wettbewerb „Erdgaspokal der Schülerköche“ gegen Nachwuchsköche aus Löwenberg und Oranienburg an. „Mir macht kochen einfach Spaß“, erzählt Sylvia, während sie eine Zitrone zerteilt.
Der Wettbewerb wird von Unternehmen der Gaswirtschaft und dem Verband der Köche Deutschlands veranstaltet. Bundesweit nehmen 261 Teams aus 12 Ländern teil. Die teilnehmenden Schüler der siebten bis zehnten Klassen versuchen, sich für die Regionalmeisterschaften zu qualifizieren. Überstehen sie dann noch Landes- und Bundesfinale steht am Ende der Pokal.
Für den 16-jährigen Paul aus Rheinsberg ist kochen nicht nur ein Hobby – er will später Profi-Koch werden. „Zu Hause koche ich auch sehr viel“, erzählte er.
In zwei Stunden musste ein dreigängiges Menü zubereitet werden. Die Rheinsberger Schüler stellen ihres unter den Titel „Zu Gast bei Friedrich II.“. Sie servierten als Vorspeise eine „Königliche Paprikacremesuppe“, dann folgte eine gefüllte Geflügelroulade und zum Dessert wurde Jogurtcreme mit Kirschen und Eiswaffeln gereicht.
Für die Einhaltung der Zeit und die Bewertung der Gerichte war Profi-Koch Klaus Lindner vom Verein Prignitzer Köche zuständig: „Mir ist vor allem wichtig, dass die jungen Hobby-Köche gefördert werden“, sagt er.
In den vergangenen Wochen hatten sich die Schüler intensiv auf den Wettbewerb vorbereitet und die Gerichte zur Probe gekocht. Begleitet wurden die Schüler von ihren Lehrerinnen Bärbel Bliese und Christine Edler. „Wir sehen das auch als eine Berufsvorbereitung “, sagt Bärbel Bliese.
Bevor die Juroren verkosteten, mussten die Hobby-Köche noch den Tisch dekorieren. Auch hier war Friedrich II. das bestimmende Thema. Kleine Lampen mit seinem Konterfei schmückten den Tisch.
Für den Sieg reichte es bei den Heinrich-Rau-Schülern am Ende nicht ganz. Die Oranienburger gewannen knapp vor den Rheinsbergern. Bronze gab es für die Löwenberger Schule.
Ein Bewertungskriterium für die Juroren war auch, dass alle Geräte und Töpfe zum Schluss wieder sauber sind – abwaschen gehört eben auch zum Kochen. (Von Sebastian Jannasch MAZ)
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