Garen im Wok
Das wohl bekannteste asiatische Küchengerät ist der Wok. Dieses chinesische Kochgefäß ist einmalig. Es hat ein zeitloses Design, besteht aus unempfindlichem Material und ist ein echter Energiesparer. Letzteres war wohl besonders wichtig, als man vor mehr als 3000 Jahren ein Kochgeschirr kreierte, in dem alle Zutaten schnell auf nur einer Feuerstelle gar wurde, weil Brennholz ziemlich knapp war. Um die Zutaten in kurzer Zeit zu garen, mussten sie klein geschnitten werden wobei wir beim nächsten Küchengerät sind, dem Küchenbeil. Geschnitten wurde auf einer Hartholzscheibe. Gerät Nummer Drei dem Hackbrett . Die Zutaten werden mit einem Spatel oder einem Heber gerührt. Lassen Sie bei einem Besuch in einer asiatischen Küche unbedingt die Finger von den scheinbar harmlosen Küchenbeilen, und lehnen Sie jede Einladung zum Ausprobieren ab. Die Schneide ist sehr scharf, und für das ganz feine Schneiden sind westliche Finger einfach zu dick und zu lang. Nach dieser kleinen, humorvollen Einlage wollen wir ernsthaft zur Sache gehen. So vollendet wie die Kochkunst, so durchdacht sind auch die Küchengeräte. Beginnen wir mit dem Wok, dieser großen Pfanne mit dem gewölbten Boden, die wenn nötig alle anderen Kochgefäße ersetzen kann. Man kann darin nämlich alles machen: vom Kochen über Schmoren und Braten bis zum Dämpfen und Ausbacken. Seit bei uns die asiatische Küche im Trend liegt, werden Woks in verschiedenen Größen, Formen und Materialien angeboten. Allerdings sind sie alle nicht mit dem traditionellen einfachen Eisenwok mit robustem Holzgriff zu vergleichen. Wollen Sie sich einen Wok zulegen, sollten Sie beim Kauf ausprobieren, wie er in der Hand liegt. Geräte mit zwei Griffen lassen sich nicht so gut handhaben wie solche mit einem langen Stiel. Allerdings ist die Anschaffung nur sinnvoll, wenn das Gerät viel genutzt wird. Eine große, tiefe Pfanne tut es sonst auch. In der asiatischen Küche wird großer Wert auf Erhaltung von Farbe, Struktur, Duft und Geschmack der Speisen gelegt. Dazu müssen die einzelnen Zutaten harmonisch und ausgewogen zusammengestellt werden. Diese umfangreichen Vorbereitungen nehmen wesentlich mehr Zeit in Anspruch als das Kochen selbst. Das Kleinschneiden der Zutaten ist eine Art, die Garzeiten kurz zu halten. Einen besonderen Geschmack erreicht man durch Marinieren. Zutaten mit unterschiedlichen Garzeiten werden blanchiert oder vorgekocht, damit alles zusammen gar wird. Verschiedene Kräuter und Gewürze werden angebraten damit sie das Öl für die nächsten Zutaten aromatisieren. Getrocknete Zutaten werden eingeweicht .Das Einweichwasser wird nicht weg gegossen, sondern zum Würzen genutzt. Die Asiaten nehmen, mit Ausnahme von frischen Obst und einigen Spezialitäten in der japanischen Küche, wenig rohe Nahrung zu sich. Alles wird irgendwie zubereitet, sei es nur in Sekunden oder auch in vielen Stunden.
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