Einst glaubte Kolumbus, hier indischen Boden zu betreten und verantwortete so die Benennung der 7000 Inseln und Inselchen als Westindien. Andere Kolonialisten zogen nach und sorgten für europäische Einflüsse, mal französische, mal spanische, holländische, portugiesische oder englische.
Die Kolonialherren wie auch die zahlreichen afrikanischen Sklaven haben Spuren in den Kochtöpfen hinterlassen, die bis auf das amerikanische Festland reichen. Auf den Inseln selbst sorgen Völkervielfalt und tropische Genüsse für eine raffinierte, bunte, karibische Küche auch dank der vielfältigen inseleigenen Gewächse.
Für karibische Grundmahlzeiten taugen Yucca, Yams, Maniok, Bataten und Kochbananen. Schier unendlich variiert Reisgerichte, köstlich sind Fische mit Lorbeer und Oregano, Nelken, Knoblauch und Pfeffer. Frische Zutaten sind wesentlich, gut gewürztes und meist vor dem Grillen mariniertes Fleisch wie Huhn oder Rind sind typisch. Viel frischer Fisch und Meeresfrüchte wie die sorgsam weichgeklopfte Riesenseeschnecke conch oder limonenmariniertes escovitch sind Spezialitäten.
Der Karibe mag es scharf und hat heiße Gewürzmischungen wie das „Karibische Feuer“ oder den flüssigen pepperwine selbst kreiert, um sie unter anderem zum festen Bestandteil vom firepot zu machen, einem Eintopf aus Fisch, Hähnchen, Bohnen, Kokos und Zwiebeln, bei dem der Schärfegrad mit geographischer Südlichkeit einer Insel zunimmt. All dies sind köstliche und ganz fremdländische Genüsse, die ein wenig an die thailändische Küche erinnern. Der Grund ist die Chilischärfe, diese gibt es aber selten pur, sondern meist in gelungener Komposition mit Kräutern und Gewürzen von Ingwer, Koriander, Nelken, Thymian, Zimt, Knoblauch, Kapern und köstlichem Kokos.
Beilagen sind Süßkartoffeln, Yucca, Reis (der als sogenannter dirty rice mit pürierter Leber), oft schwarze Bohnen (auch als Mus), Kochbananen und Ananas. Das Vorzeigegericht der Inselwelt im blauen Meer aber ist die grüne Suppe callaloo aus Kokosmilch und dem oberirdischen Grün der Taroknolle. Sie stammt von den „Inseln über und unter dem Winde“ und ist Nationalgericht für eine Nation, die gar keine ist, dafür aber eine kulinarische Entdeckung schönster Art.
Allgemeines zu Ernährungsgewohnheiten ...
danke für deinen kommentar
gerne mehr davon
gruß
henrik
Nicht zu vergessen, das Barbecue, das die Kolonialherren bei den Ureinwohner, den Kariben entdeckten. Sie bezeichneten damit das garen kleiner Fleischstücke über dem offenen Feuer.
Die ursprüngliche Art des kreolischen Barbecue ist übrigens das Jerk. Dabei wird aus Chili, Knoblauch, Malzessig und Rum, sowie einigen anderen Gewürzen, eine Marinade hergestellt, in der das Fleisch eine Nacht ruhen muss, bevor es gegrillt wird.
Das marinieren von Fleisch und Fisch dient übrigens nicht nur der Geschmacksverbesserung, sondern vielmehr der besseren Haltbarkeit der Lebensmittel. Auch das scharfe würzen regt den Stoffwechsel an und unterstützt die schnellere und bessere Verdauung.
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@ le chef bist du bei uns online ? wenn nein hole das doch einfach nach. Also zu deiner Frage more...
Wie bekomme ich das genau mit der Spirale aus der Masse hin? Hab schon so einiges versucht und bin more...
Diese Videos sind echt toll gemacht, bin beeindruckt. Hehe, sogar mit einzelnen Bildern, das ist more...