Die Küche Englands

2008- 29.May - 17.46 Clock - Stefan Nagel

Der Ruf seiner Küche ist nicht der beste und eilt ihr voraus, denn in Wasser gegartes Schlappgemüse bleibt jedem unvergessen, der es zu sich nehmen musste. So die Gerüchte. Dabei wagen die Engländer in den letzten Jahren vermehrt den Griff zu Gewürz, zur Knoblauchzehen, ja sogar zu Vollkornmehl. Und Spitzenköche eröffnen immer neue Spitzenrestaurants in größeren Städten.

All das hat wenig geholfen, die Kochkunst des engeren England zu rehabilitieren, geschweige denn neu zu entdecken (eigene Wege gingen Wales und Schottland). Also werden Raffinessen wie die gelungenste Hammelkeule mit Mintsauce von vornherein ebenso verschmäht wie das gehaltvolle englische cooked brakfast. Der Skandal um britisches Rinderfleisch hat dem Roastbeef, auf dessen Zubereitung sich keine andere Nation so gut versteht, vollends den Rest gegeben. Das die Engländer das Chutney erfunden haben, zählt offenbar nicht oder ebenso wenig wie unzählige Pickles, die Worcester (shire) sauce oder nur der klassische Stilton unter den vielen besonderen Käsesorten.

Die englische Küche hat ganz eigene Gerichte hervorgebracht und an ihnen in viktorianischer Traditionstreue wie an den Kochbüchern aus jener Zeit (Mrs. Beeton) festgehalten: an steak and kidney pie, ein Blätterteigversteck für Rindfleisch und Nieren und Nationalgericht, an Yorkshire pudding als luftiges Gebilde aus Eiern und Milch, Mehl und Schmalz, als salzige Beilage oder gesüßt als Dessert. Beim Gebäck gibt ist es britische Besonderheiten, weil der zelebrierte High tea danach verlangt: trifles als Biskuitkleinigkeiten, muffins als Hefeküchlein, Scones oder Sandwiches.

Immerhin sind etliche Zubereitungsarten nach dem Inselland benannt: z.B. „englisch panieren“( in Mehl wälzen, in geschlagenem Ei, dann mit Paniermehl panieren), „englisches Gewürz“( Piment), „englische Pastete“(Pie), „englischer Spinat“ (Gartenampfer) oder der scharfe „englische Senf“(mit Zusatz von Getreidemehl, Colman’s mustard)- ihm verdankt Gemüseklein die pikante Veredlung zu piccalilli, gern als gleichnamige Sauce aus einer Hollandais. Nur im gastronomischen Sternehimmel zeugt der „englische Service“ von traditioneller Tisch- und Tafelkultur: Zu jedem Gedeck gehören zwei Suppenlöffel, zwei Messer, zwei Gabeln, ein Tischbesteck, Austerngabel, Dessertbesteck, Gabel, Löffel für Süßspeisen, Gläser.

Heutzutage heißt englische Küche für viele jedoch immer noch Fish’n’chips aus der Hand. Sind die in Teig gebackenen Fischfiletstücke frisch, laufen sie Currywurst und Hamburger locken den Rang ab.

 

englische Ernährungsgewohnheiten ...

Allgemeines zu Ernährungsgewohnheiten ...

 


 

Subject: Küchen der Welt

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Hallo bin Koch, und arbeite zur zeit in Tarragona ( Spanien )in einer kleinen Bar mit Taeglich more...

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Hallo Cathi, bitte sende eine Mail an Service@kochmuetzen.net, dann wirst du zum Blog schreiben more...

2008-11-10 - 1.26 - m. schiller

hallo Martin ! sehr gute Idee ,werde ich morgen mal in Angriff nehmen. viele grüsse aus more...