Kulinarisch hat sich das Riesenland auf der Iberischen Halbinsel innerhalb Europas zu lange isoliert. Dabei aber hat sich die spanische cocina zu einer interessanten und bodenständigen Originalität entwickelt. Daneben bewahren sich die baskische und die katalanische Küche hartnäckig ihre Tradition, selbst die Balearenköche wollen sich unterscheiden und behaupten, einst die Pizza und die Mayonnaise erfunden zu haben.
Spanier selbst teilen ihr Land in fünf kulinarische Regionen: zona de las salsas (Zone der Saucen im Norden), zona de las chilindrones (Region der in Paprika und Tomaten geschmorten Gerichte im Ebrotal), zona de los asados y cocidos (Gebiet der Braten und Eintöpfe), zona de los arrozes (die Landschaft der Reises im Osten), schließlich die zona de fritos (der Süden mit ölgebackenen Fischen und Gemüse).
Allein durch gebietsübergreifende touristische Neugier haben sich manche kulinarischen Grenzen verschoben, dennoch lässt sich die Geschichte des Landes nachschmecken. Die Römer und Phönizier brachten den Wein und ihre Olivenbäume. Wein und Öl sind Grundlagen spanischer Genüsse, Beilagen sind arabische Importe wie Auberginen, Kichererbsen, manch andere Gemüse und Gewürze wie Knoblauch, Zitrusfrüchte und vor allem Reis und der Safran, der den Reis der Paella (ursprünglich aus Valencia) färben muss. Meeresfrüchte und Fische werden in den Küstenregionen und größeren Städten des Inlandes in bester Vielfalt genossen.
Selbst bacalao (Kabeljau) der Trockenfisch, wird zum besten Gericht. Fischsuppen wie die calderata oder baskische zarzuela sind inzwischen Klassiker auf Speisekarten. Kleinteilige Fänge werden zu Tapas verarbeitet, die in ihrer Zubereitungs- und Kombinationsfülle (wie die pikanten tortillas, die Kartoffelomelettes, oder die empenadas, die Pasteten) Mahlzeiten ersetzen können. In den Tapa-Bars hängt oft der Himmel voller Schinken, die aus den Bergen oder vom Wildschwein am delikatesten sind.
Die traditionelle ländliche Küche ist in endlosen Variationen in den Provinzen ein ehrlicher Genuss. Fast überall ist aber die olla, der Tontopf für dicke Suppen bzw. Eintopfgerichte zu finden. Weltberühmt wurde die erfrischende kalte Suppe Gaspacho, die Gattungsbegriff für derlei kalte Suppen verschiedensten Inhalte wurde. Schließlich ist Spanien das Land der meist gefärbten Würste und der Schafs- und Ziegenkäse. Beides schmeckt am besten zu spanischem Wein.
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hallo Martin ! sehr gute Idee ,werde ich morgen mal in Angriff nehmen. viele grüsse aus more...