Die Küche Koreas

2008- 15.January - 11.06 Clock - Henrik Schellhoss

Die Küche Koreas ähnelt stark der Küche Chinas . Wie in China ist auch in Korea Reis das Grundnahrungsmittel. Die Koreaner kochen, wie die Chinesen, hauptsächlich im Wok. Allegemein sind koreanische Gerichte jedoch deutlich würziger und schärfer als chinesische Gerichte. Dabei werden hauptsächlich rote Pepperoni, Schalotten, Sojasoße, fermentierte Sojabohnenpaste, Ingwer und Sesamöl zum Würzen von Speisen verwendet.

Schon aus intimfeindlicher Abwehr alles Japanische (Korea war von 1910 bis 1945 von Japan okkupiert) ist auf dem nördlicheren Festland auch kulinarisch alles ganz anders. Koreaner lieben alle scharfen Gewürze und über die Maßen  den Knoblauch, der nur noch in Rumänien atemberaubender verwendet wird. Wegen der eher kalten Witterung heizen sich Koreaner beim anfangs recht formell zelebrierten Essen mit möglichst viel würzender Schärfe so ein, dass eine Wintersuppe spätestens nach sieben Minuten durch ein heftigen Scheißausbruch zum Ablegen der Jacken nötigt.

Auch Fleisch und Gemüse sind im weiteren Verlauf des dann hemdsärmligen Mahls herausfordernd und reichlich mit Chili gewürzt, am liebsten wird Fleisch noch am Knochen genossen und gern als Keule aus der Hand benagt. Ansonsten sind Stäbchen üblich, aber auch westliches Besteck ist verbreitet. Mit Stäbchen wird der Feuertopf beschickt, aus den vielen Zutatenschüsseln der persönliche Eintopf zusammengestellt und Gegartes in eine der unterschiedlichsten, höllisch scharfen Saucen getunkt.

Beim Nationalgericht bulgogi (marinierte, geknofelte Rindfleischscheiben vom Grill mit scharfen Gemüse und Saucen) kommt der Eintopf schon fertigt auf den Tisch. Festessen dagegen bestehen eher aus ganzen Fischen, dazu Seetang und Garnelen, Krebse oder auch Muscheln von der langen koreanischen Küste. Zu all dem gibt es pap (Klebreis), bei dem die Konsistenz dem Wortklang entspricht und Kimchi, das scharfe und fermentierte Gemüse.

Bei allem sind Koreaner lebhafte und laute Esser, die ein langes Essen lieben. Es wird meist von shoju, dem mildsüßen Schnaps begleitet, der je nach Jahreszeit kalt oder warm serviert wird. Bei allzu viel shoju wird selbst in einer Genießer runde ungeniert und akzeptiert ein kurzes Nickerchen. Den erfrischenden Abschluss bildet dann frisches Obst, wie Äpfel und nashis.

Subject: Küchen der Welt

0 Comments

Post comment

   * Name (required)

   * E-Mail (required, will not be published)

    Homepage (optional)

  telefon


These fields are required


Subjects

Archiv

October 2008 (27)

September 2008 (74)

August 2008 (55)

July 2008 (132)

June 2008 (117)

May 2008 (133)

April 2008 (64)

March 2008 (76)

February 2008 (35)

January 2008 (230)

December 2007 (29)

November 2007 (87)

October 2007 (2)

Latest comments

2008-13-10 - 21.56 - m. piontek

Hallo bin Koch, und arbeite zur zeit in Tarragona ( Spanien )in einer kleinen Bar mit Taeglich more...

2008-13-10 - 14.13 - S. Nagel

Hallo Cathi, bitte sende eine Mail an Service@kochmuetzen.net, dann wirst du zum Blog schreiben more...

2008-11-10 - 1.26 - m. schiller

hallo Martin ! sehr gute Idee ,werde ich morgen mal in Angriff nehmen. viele grüsse aus more...