Die Entstehungsgeschichte der Küche – Von der Feuerstelle zur Einbauküche

2008- 07.January - 16.24 Clock - Stefan Nagel

 Seit der Mensch anfing Feuer zu machen, gibt es die Technik der Zubereitung von Nahrungsmitteln.

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Foto:zora120875/pixelio

Schon damals begann der Mensch Werkzeuge zu benutzen, um sich seine Nahrung zubereiten zu können. Die ersten Spuren der Zubereitung von Nahrung durch Feuer, gehen 500.000 Jahre zurück. In einer Höhle von Choukoutien bei Peking wurden Herdstellen mit verkohlten Knochen gefunden und in Terra Amata bei Nizza gab es Funde von Hütten, in denen Herdstellen angelegt waren. Des Weiteren sind in ganz Europa zahlreiche Fundstellen entdeckt worden, in denen sich Herdstellen befanden. In Afrika sind die ältesten Spuren der Nahrungsmittelzubereitung ca. 100.000 Jahre alt.

In den europäischen Langhäusern des frühen Mittelalters gab es noch keine richtigen Küchen. Dort wurde, meist am höchsten Punkt des Hauses, eine Feuerstelle eingerichtet und ein Loch im Dach wurde als Abzug für den Rauch benutzt. Diese Feuerstellen wurden auch gleichzeitig als Heizung benutzt. In Japan hingegen wurden zu dieser Zeit Herdöfen aus Ton und Mörtel hergestellt. Bei diesen Herden konnte man von Vorne befeuern und oben befand sich ein Loch, wo man dann einen Topf hineinstellen konnte. Solche Herde wurden über Jahrhunderte von den Japanern benutzt.
 

 

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Foto: Franz Haindl / pixelio

Im gesamten Zeitraum des Mittelalters hat sich an der Architektur der Küche nichts geändert. Die Nahrung wurde weiterhin mit offenem Feuer erhitzt, was in einigen Städten in den Häusern Brände auslöste. Die Küche diente bis zum Wendepunkt des Mittelalters auch gleichzeitig als Heizung. Dies änderte sich jedoch im späten Mittelalter, mit dem Kachelofen. Die Kachelöfen wurden in den Wohnraum verlagert aber immer noch von der Küche aus befeuert, somit blieb die Wohnstube rauchfrei und wurde gleichzeitig beheizt. In der Küche der reicheren Häuser sollten sich nun nur noch Bedienstete aufhalten und die Essräume wurden von der Küche in Extraräume verlagert.
 

 

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Foto: C. Nöhren/pixelio

Bis zum Barock-Zeitalter änderte sich nicht viel an der Architektur der Küche. Im Jahre 1735 erfand jedoch ein Baumeister Namens François de Cuvilliés der Ältere den Castrol Herd. Dieser Herd hatte eine um sich geschlossene Feuerkammer, die mit Eisenplatten bedeckt war. In dieser Zeit entstanden auch Sparherde, die einen reduzierten Brennstoffverbrauch hatten.

Im 19. Jahrhundert rückte die Küche immer weiter in den Mittelpunkt des Hauswesens. Das Kochen wurde zu dieser Zeit immer mehr zu einer Wissenschaft, die Hausfrauen sollten sich Wissen über Chemie und Physik aneignen, um sich deren Eigenschaften zu nutze zu machen. Die Zahl der benutzten Küchenutensilien stieg enorm an, es wurden sogar Haushaltsbücher herausgegeben, die ein Grundinventar vorschlugen.

Im 20. Jahrhundert wurde die Küche, infolge der Industrialisierung, mit vielen technischen Geräten ausgestattet. Dadurch konnten mühsame Arbeitsschritte automatisiert werden und die Anzahl des Küchenpersonals nahm um einiges ab. Folgende Gerätschaften wurden damals häufig eingesetzt:

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Foto: Ernst Rose/pixelio



· Zentralheizung
· Staubsauger
· Schnellkochtopf
· elektrische Bohnermaschine
· Gas- oder Elektroherd
· Küchenmaschine
· Warmwasserboiler
· Haustelefon zur direkten Kommunikation mit der Küche
· Teewagen
· Messer aus rostfreiem Stahl
· Trittleiter
· Gasanzünder
Die Rolle der Küche in der Gesellschaft änderte sich wieder, sie war nun nicht mehr der soziale Raum, der im Mittelpunkt des Haushaltes steht. Da viele Frauen sich gezwungen sahen, einer bezahlten Arbeit nachzugehen, musste die Nahrung schnell zubereitet werden können. Es gab damals Konzepte, wie zum Beispiel die Zentralküche, in der alle Parteien eines Hauses auf eine zentrale Küche zugreifen konnten. Dieses Konzept war jedoch nicht sehr erfolgreich und verschwand auch ziemlich schnell wieder.

Nach dem 2. Weltkrieg musste wegen der Zerstörung schnell neuer Wohnraum geschaffen werden. Zu dieser Zeit entstanden die System-, Norm- und Einbauküchen. 1953 entwickelte Friedrich W. Dassbach, der Firmengründer von Dassbach-Küchen, die Sozialwerkküche, die eine garantierte Lebensdauer von 25 Jahren versprach.
Die Küche war zwar immer noch ein Raum, in dem primär Nahrung zubereitet wurde, aber er trug immer mehr zur Ausgestaltung des eigenen Lebensstiles bei.

Heutzutage gibt es Küchen in zahlreichen Größen und Ausführungen und mit vielen komfortablen Neuerungen, welche die Arbeitsabläufe sehr vereinfachen können. Die Ergonomie der Küche hat sich enorm verbessert, so dass beim Arbeiten möglichst kurze Wege entstehen. Die Küchen werden ständig weiterentwickelt und es wird spannend zu verfolgen, wie sie sich in der Zukunft entfalten wird.

Patrick Guede

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 gefunden bei (openPR)

Subject: Küchen der Welt

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Wie bekomme ich das genau mit der Spirale aus der Masse hin? Hab schon so einiges versucht und bin more...

2008-22-11 - 20.44 - D. Bosle

Diese Videos sind echt toll gemacht, bin beeindruckt. Hehe, sogar mit einzelnen Bildern, das ist more...