Spätburgunder (auch Pinot Noir, Pinot Nero)

2007- 09.November - 10.01 Clock - Henrik Schellhoss

Das Prädikat „ König der Rotweine“ bringt die mit dem Riesling vergleichbare Bedeutung des Spätburgunders nach Alter, Verbreitung und Ruhm zum Ausdruck. Herkunft: Erwähnt wurde die Rebsorte bereits von den Römern im 1. Jh. nach Christus als in Burgund wurde die Rebsorte. Durch die Mönche der Zisterzienser-Klöster in Burgund wurde die Rebsorte gepflegt und fand trotz ihrer Anfälligkeit zur Fäulnis eine große Verbreitung durch die Mönche. Im 14 Jh. kam sie durch das Kloster Eberbach in den Rheingau. Frankreich ist Hauptanbauland, gefolgt von Deutschland. Wein: Tief rubinrot, manchmal von einem warmen Braunton. Den Geschmack prägen Reife und eine fruchtige Säure, verbunden mit an Holzfasslagerung erinnernden, für alle Burgunderweine typischen Note. Jung erinnert er an rote Beeren und Brombeeren, im Alter gleicht die Frucht mehr Nüssen mit einem zarten Bitterton. Reife und Säure machen den Pinot Noir lange haltbar. Die Burgunder sind oft erst nach 10 Jahren am besten entwickelt. Bei den besten Spätburgundern aus Deutschland dauert es ebenso lange. Sie passen zu kräftigen Braten, Wild oder Käse.

Subject: Getränkekunde

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