Wie werde ich eigentlich ein Koch ...

2008- 10.January - 12.25 Clock - Stefan Nagel

Voaraussetzungen
Wer eine Ausbildung zum Koch antreten möchte, der muss sich darüber im Klaren sein, dass freie Wochenenden und freie Abende in Zukunft der Vergangenheit angehören. Köche, wie alle anderen Berufe in der Gastronomie, arbeiten vorwiegend dann, wenn andere frei haben und ihre Freizeit genießen. Das ist natürlich hauptsächlich abends, am Wochenende und in der Urlaubszeit.


Schulische Voraussetzung für eine Ausbildung als Koch ist mindestens ein Hauptschulabschluss, besser jedoch mittlere Reife. Der angehende Kochlehrling sollte einigermaßen sicher sein in den Grundrechenarten, da es immer mal wieder gilt, Rezepte zu verfassen, sie auf bestimmte Personenzahlen umzurechnen oder Menüs zu kalkulieren. Daneben ist es als Koch wichtig, psychisch und körperlich belastbar zu sein und gut mit Stress umgehen zu können. Persönliche Hygiene ist ebenfalls wichtig als Koch.


Selbstverständlich ist es Grundvoraussetzung als Koch, einen überdurchschnittlichen Geschmacks- und Geruchssinn zu haben. Außerdem muss man selbst gerne essen und trinken, denn wer Essen nur als notwendiges Übel ansieht, der wird nie ein guter Koch werden. Auch ein gutes Maß an Kreativität, Aufgeschlossenheit für neue Produkte und neue Techniken und die Bereitschaft, in anderen Städten oder gar Ländern zu arbeiten sind Grundvoraussetzungen für einen guten Koch.


Ausbildungsinhalte
In der Ausbildung lernt der Kochauszubildende die verschiedenen Grundgarmethoden wie Braten, Kochen, Schmoren, Pochieren, Backen usw. Er lernt verschiedene Fleischarten und Fleischstücke, Fische, Obst- und Gemüsesorten kennen und sie richtig zu verarbeiten. Auch Kräuter und Gewürze und der richtige Umgang damit stehen auf dem Ausbildungsplan eines Koches. Außerdem lernt er verschiedene Suppen, Salate, Vorspeisen, Fleisch- und Fischgerichte, Gemüse, Beilagen und Nach- und Süßspeisen zuzubereiten. Ferner lernt der Kochlehrling den Ablauf in einer professionellen Küche kenne und alle Arbeiten, die zur Vor- und Zubereitung von Speisen notwendig sind. Neben der Speisekunde ist auch die Getränkekunde wichtiger Bestandteil der Ausbildung.
Eine wichtige Rolle in der Ausbildung zum Koch nimmt die Hygiene ein. Der Lehrling lernt die verschiedenen Krankheitserreger kennen, die Speisen befallen und Krankheiten hervorrufen können. Er lernt auch, was zu beachten ist, um eine hygienisch einwandfreie Küche und hygienisch einwandfreie Produkte zu haben.
In der Berufsschule, die ein bzw. zwei Tage in der Woche oder im Blockunterricht besucht wird, lernt der Auszubildende die theoretischen Grundlagen für seinen Beruf. Dazu gehören Nahrungsmittel- und Getränkekunde, Grundverständnis in berufsrelevante Rechtsfragen und Mathematik bzw. Fachrechnen. Außerdem wird in der Berufsschule Deutsch, Gemeinschaftskunde, Englisch und die Küchensprache Französisch unterrichtet.
Die Kochausbildung dauert 3 Jahre. Mit entsprechendem Schulabschluss (Abitur) oder einer bereits erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung in einem verwandten Beruf kann die Ausbildungszeit um ein halbes, in Ausnahmefällen sogar um ein volles Jahr, verkürzt werden.


Arbeitsplatzchancen
Die Chancen, nach abgeschlossener Ausbildung einen Arbeitsplatz zu finden, stehen sehr gut. Die Gastronomie sucht händeringend nach Fachpersonal.
Nach abgeschlossener Ausbildung arbeitet der Koch zunächst als Commis de Cuisine (Koch). Von dort kann er die Karriereleiter aufsteigen bis hin zum Chef de Partie (Postenchef), Sous-Chef  (Vertreter des Küchenchefs) oder gar zum Küchenchef dem Chef de cuisine. Mit abgeschlossener Berufsausbildung steht dem Koch sprichwörtlich die ganze Welt offen. Er kann sich auf der ganzen Welt Arbeit suchen, vom Nordkap bis nach Südafrika. Gute Köche werden überall auf der Welt gesucht.
Die abgeschlossene Ausbildung zum Koch berechtigt ihn auch ohne zusätzliche Qualifikationen dazu, sich mit einem eigenen Restaurant oder einem anderen Gastronomiebetrieb selbständig zu machen.
Weiterbildungmöglichkeiten
Auch die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Köche sind vielfältig. Nach entsprechender Berufserfahrung kann er die Meisterschule besuchen und die Prüfung zum Küchenmeister ablegen. Auch der Besuch einer Hotelfachschule und ein Studium zum staatlich geprüften Hotelbetriebswirt ist nach zwei Jahren Berufserfahrung möglich.

Meisterkurs (Küchenmeister)
Fachwirt im Gastgewerbe (IHK)
Hotelfachschule (staatl. geprüfter Gastronom oder Betriebswirt)
Spezielle Fortbildung , z.B. zum Diätkoch
Auslandsaufenthalte
Fachseminare


Lange Zeit galt der Beruf des Koches als "zweitrangig", doch dieses Vorurteil wurde in den letzten Jahren mehr und mehr eliminiert. Der Kochberuf hat mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert und man kann sagen, als Koch ist man heute "en vogue", dies ist sicherlich auch auf die vielen renommierten Sterne- und Fernseh-Köche zurückzuführen. Diese Entwicklung zeigt somit auch deutlich auf, dass der Trend zu gutem Essen in schönem Ambieten nach wie vor gelebt wird.


Auch wenn viele Hobbyköche zuhause die Rezepte der Koch-Stars nachbruzeln, so freuen sich doch sehr viele Gäste stets auf den Gang ins Restaurant, um dort die dargebotenen Köstlichkeiten zu genießen. Eines steht auf jeden Fall fest, der Beruf Koch / Köchin ist eine sichere Basis für die Zukunft - denn gegessen und getrunken wird schließlich immer!

 

Hier kann man sich z. Bsp. zum Koch ausbilden lassen. kietzküchen ggmbh Berlin

 

Subject: Kochmuetzen - Akademie

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